Skizunft Bergfreunde Bad Cannstatt e.V.

Seniorentreff

Für die Senioren wurde ein monatlicher "Seniorentreff" vereinbahrt. Die Senioren trafen sich einmal im Monat im Cafe Kipp in Bad Cannstatt. Dieser Seniorentreff hat bis heute bestand und wird mit viel Angament von Heide Ulmer betrieben.


1973

 Um wieder ins Vereinsleben zurückzukommen, wollen wir noch berichten, dass 1973 in Hülben ein Jugendrennen veranstaltet wurde. Anlass dazu gab uns eine Einladung der Skizunft Schwaben zu einem Skivergleichskampf, bei  dem hauptsächlich Cannstatter Skivereine teilnahmen. Der Test viel damals gut und so wagten wir eine Anmeldung.


40 Jahre SZB und unser Stückle


Am 27. Oktober 1973 bestand unser Verein 40 Jahre. Und fast auf den Tag genau feierte man das 40. Vereinsjubiläum im Kleinen Kursaal in Cannstatt. – Nebenbei bemerkt, dies war damals nicht der erste Auftritt der Bergfreunde im Kleinen Kursaal; einige Jahre früher schon wurde dort eine Wintereröffnungsfeier abgehalten. Anläßlich des 40. Vereinsjubiläums wurde von den Bergfreunden für den Cannstatter Skivereine ein Fußballturnier gegründet, das nun bereits zum zehnten Mal ausgetragen wurde.



Seit vielen Jahren ist unter den Bergfreundenmitliedern den Ruf nach einem eigenen Grundstück oder einer Skihütte laut. Dieser Wunsch erfüllte sich jedoch lange nicht. Eines Tages wurde von einigen Vereinsmitgliedern deine Baumwiese im Espan, in Cannstatt-Sommerrain ausfindig gemacht. Mühsame Kleinarbeit war nötig, bis der Besitzer dieser Baumwiese festgestellt werden konnte. Die Bekanntgabe an die Mitglieder, dass ein Grundstück nun vorhanden sei, schlug wie eine Sondermeldung aus dem Radio ein. So war nach langer Zeit das Glück auch den Bergfreunden hold. Doch nun hieß es: >> Alle Mann ran! <<, und es waren viele, die dem Aufruf zur Arbeitsleistung gefolgt sind. Eine Holzhütte auf Hochglanz zu bringen. Jeder konnte sich nach Herzenslust in einem handwerklichen Beruf entfalten. Von den kleinsten bis zu den ältesten Mitgliedern waren die da – als Maler, Maurer, Zimmermann, Maschendrahtzieher – und was man sonst noch so braucht, um eine Baumwiese in ein Vereinsdomizil zu verwandeln. Nach Vollendung waren alle stolz auf das Vollbrachte.




Auf diesem unserem Freizeitgelände haben wir nun die Möglichkeit, alle unsere >> Feschtle << zu feiern. Auf dem >> Stückle << , so wurde die Baumwiese getauft, und im >> Hüttle << laufen nun unsere Veranstaltungen ab. Es ist für uns kaum denkbar, dass wir dies alles einmal wieder aufgeben müssten. Kinderfest und Tischtennisturnier, Sommerfest, Volleyballturnier und Skatturnier, alle Zunftabende und Geburtstagsfeiern ... all dies findet selbstverständlich dort statt. Wir sind uns einig, unser >> Stückle << ist einfach ideal.




Zurückblickend auf die Zeit vor unserem Einzug in unser >> Stückle << erinnern wir uns an die Freundlichkeit der Skizunft Schwaben, uns für unsere jährlichen Kinderfeste Gastrecht zu gewähren. An dieser Stelle Dank den Schwaben! In den Wintermonaten allerdings geht’s wie früher in eine Gaststätte, um dort unsere Zunftabende und Vorstandssitzungen abzuhalten. Dadurch soll vermieden werden, den Faden zu den Mitgliedern abreißen zu lassen. – In den Wintermonaten rückt man dann etwas einer zusammen. Folge: aus einer Freundschaft wurde eine Ehe!



Unser Stückle



Im Jahre 1975 erhielt die Vorstandschaft von der Hauptversammlung den Auftrag ein Vereinsgrundstück anzumieten oder zu pachten. Der jährliche Miet- oder Pachtpreis sollte zwischen DM 300.- bis DM 600.- liegen.


Es wurden im Stuttgarter Raum verschiedene Grundstücke besichtigt.

Der entscheidende Tipp kam von unserem Mitglied Günter Schnegelsberg. Bei seinen Spaziergängen während der Mittagspause entdeckte er unser heutiges Grundstück im Espan.

Nach einigen Mühen konnten die Gartenbesitzer ausfindig gemacht werden.


Am 01.01.76 wurde für beide Grundstück ein Pachtvertrag abgeschlossen.


Nun begannen die Arbeiten auf dem Grundstück. Die restliche Einzäunung erfolgte, ein Grill wurde gemauert, Tische und Bänke wurden gezimmert und auch ein provisorisches hölzernes Toilettenhäuschen wurde aufgestellt.


Am 08.05.76 fand die erste Schnupperparty auf dem „Stückle“ statt.


Im Laufe des Jahres 1976 wurde unsere Hütte erstellt. Es handelte sich um eine alte RAD-Baracke aus dem 2. Weltkrieg. Diese wurde von Stammheim mit einem geliehenen Lkw in den Sommerrain gebracht. Mit viel Arbeitseinsatz wurden die einzelnen Hüttenteile wieder in Ordnung gebracht. Bei strömenden Regen wurde die Hütte aufgestellt. Alle waren total begeistert und gingen mit einer richtigen Arbeitswut den notwendigen Arbeiten zu Leibe.

Der Innenausbau ging zügig weiter und bald konnten die ersten Zunftabende in den eigenen vier Wänden gefeiert werden.


Als Beleuchtung benutzten wir Propangaslampen. Später dann besorgte Manfred Ulmer von der Bundesbahn alte (aber unheimlich schwere) Bleibatterien, die aber jedesmal zum Aufladen mit nach Esslingen genommen werden mussten.

Mit den Pachtverträgen kamen natürlich auch Aufgaben wie Rasen mähen , Baumpflege usw.

Zwei Rasenmäher und sonstige Werkzeuge wurden angeschafft.

Die Batterien zu laden war mit der Zeit einfach zu aufwendig. Wir beschlossen deshalb ein tragbares 220 Volt- Notstromaggregat zu kaufen. Dafür mußte dann aus Diebstahlsgründen ein Generatorbunker gebaut werden.


1976

Trotz aller Arbeiten gingen die anderen Aktivitäten weiter. Die Skischule wurde ausgebaut. Größere Bergtouren und Wanderungen wurden unternommern. Teilnehmerstarke Osterfreizeiten im Salzburger Land (Radstadt) fanden ein tolles Echo. Wöchentliche Sportabende waren selbstverständlich und sind es heute noch